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Datum: 09.08.2019

Klimawandel: „So intensiv war der Druck schon lange nicht mehr“ Für die vielen Herausforderungen fordert Prof. Ewert vom ZALF im Interview eine umfassende Agrarstrategie.

Landwirtschaft bedeutet nicht nur Produktion, der Verbraucher gehört dazu. Für die vielen Herausforderungen fordert Prof. Ewert vom ZALF im Interview eine umfassende Agrarstrategie.

Das Jahr 2018

 

Die Landwirtschaft erlebt auch in Deutschland stark schwankende Erträge als Folge von Extremwetterereignissen wie Hitze, Dürre, Hagel und Überschwemmungen. Der Weltklimarat rät in seinem Sonderbericht "Klimawandel und Landsysteme" zu schnellen Veränderungen. Wie schnell sind diese überhaupt möglich?

Ewert: Die Herausforderungen, denen sich Landwirtinnen und Landwirte heute gegenübergestellt sehen, sind äußerst komplex und vielfältig. Der gesellschaftliche Handlungsdruck wird immer stärker. Dabei ist die Landwirtschaft in den letzten Jahrzehnten nicht untätig gewesen. So intensiv wie heute war der Druck aber schon lange nicht mehr. Die Gesellschaft möchte Lebensmittel zu günstigen Preisen. Gleichzeitig soll der ökologische Fußabdruck, gemeint sind negative Umwelt- und Klimawirkungen, etwa durch geringeren Verbrauch an Dünger- und Pflanzenschutzmitteln sowie geringere Treibhausgasemissionen reduziert werden. Wir wollen zudem wichtige Leistungen erhalten und ausbauen, die unsere Agrarlandschaften für die Gesellschaft bereitstellen: Hierzu gehören etwa die Bestäubungsleistung von Insekten, saubere Luft und sauberes Wasser, touristische Attraktivität, Erholungseffekte. Ohne die richtigen politischen und zivilgesellschaftlichen Rahmenbedingungen, ohne eine neue Form der Honorierung solcher gesellschaftlich wünschenswerten Leistungen können die Betriebe diese Herausforderungen aber nicht bewältigen. Wir werden nicht alle Ziele sofort erreichen können, wir müssen uns in einer gesellschaftlichen Diskussion darauf einigen, was wir in welcher Abfolge umsetzen wollen, und auf was wir gegebenenfalls zu verzichten bereit sind. Die Diskussion um weniger Fleischanteil in der Ernährung oder auch die Reduzierung von Nahrungsmittelabfällen und -verlusten, wie auch im aktuellen IPCC-Sonderbericht "Klimawandel und Landsysteme" gefordert, sind hier gute Beispiele. Zentral ist daher, dass wir als Forschung gemeinsam mit der Politik und Interessenverbänden an einer gemeinsamen Strategie arbeiten und eine sachliche Debatte führen, die auch die Verbraucherinnen und Verbraucher einschließt ...

 

... das komplette Interview lesen:

  www.zalf.de | 09.08.2019

 

... mehr zum Thema:

  www.topagrar.com  | 13.08.2019

  www.umweltdialog.de  | 14.08.2019

 

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