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Datum: 23.03.2021

Ekelerregendes Innenleben bei Stabmixern Haushaltstechnikexperte Gereon Broil von der Universität Bonn bringt deutliche Hygienemängel zum Vorschein

Stabmixer sind ein beliebtes Arbeitsmittel in der Küche - sie pürieren Lebensmittel zum Beispiel zu schmackhaften Smoothies oder pikantem Pesto. Oberflächlich gesehen sind die Geräte leicht zu reinigen. Doch wie sieht es an den Stellen aus, die nicht zugänglich sind? Halten die Dichtungen häufigem Gebrauch stand oder sammeln sich hier im Verborgenen fein pürierte Essensreste über Jahre an? Das Verbraucher- und Wirtschaftsmagazin "Marktcheck" geht dem Verdacht einer Zuschauerin nach und entdeckt Hygieneabgründe jenseits aller Befürchtungen.

 

Stabmixer

Stabmixer zeigen in den unzugänglichen Innenräumen deutliche Hygienemängel (© Foto: SWR [Screenshot der Sendung "Marktcheck" vom 23. März 2021])

 

Undichte Pürierstäbe

Es beginnt mit der Nachricht einer Zuschauerin, die ihren Stabmixer zum Reinigen auseinandergenommen hatte und es endet mit dem Fund eines bedenklichen Hygienemangels, der durchaus gesundheitsgefährdend sein kann. 14 von "Marktcheck"-Zuschauer*innen zugesandte Stabmixer werden im Labor des Haushaltstechnikexperten Gereon Broil an der Universität Bonn untersucht. Der Experte schneidet die Schäfte der Mixer vor laufenden Kameras auf. In dem sonst nicht zugänglichen Innenraum finden sich bei fünf Geräten schmierige und übelriechende Beläge. Der Fund überrascht auch Gereon Broil. "Ich würde schon sagen, wenn wir uns das angucken, da ist lebende Materie drin. Ich bin jetzt kein Mikrobiologe, der das analysieren kann. Aber wenn man das analysieren würde, würde man sicher Lebensmittelreste, vielleicht aber auch irgendwelche Mikroorganismen finden", befürchtet er. Wie die Substanzen in die Mixer gelangen, ist noch unklar. Der Experte vermutet Konstruktions- oder Materialmängel.

Zahlreiche Keime, Hefen und Schimmelpilze

Eines steht allerdings fest: Der Weg des Schmutzes ist keine Einbahnstraße. Werden die Stabmixer in klarem Wasser benutzt, trübt es sich ein. Können diese verborgenen Verschmutzungen gesundheitsschädlich sein für Menschen, die die Geräte benutzen? "Marktcheck" nimmt Proben aus den Stabmixern und schickt auch Ampullen mit dem verschmutzten Wasser an den Hygieneexperten und Mikrobiologen Professor Dirk Bockmühl an der Hochschule Rhein-Waal. Seine Laboruntersuchungen zeigen: Die Verschmutzungen sind nicht nur ekelerregend, sondern enthalten jede Menge Krankheitserreger. "Was wir gesehen haben ist, dass zunächst einmal die Gesamtkeimzahl in vielen Proben, die wir untersucht haben, sehr, sehr hoch war - teilweise bis zu etwa 100 Millionen Bakterien oder Mikroorganismen pro Milliliter. Das ist eine sehr, sehr große Zahl für so einen Bereich. Also das ist wirklich weit von dem, was ich mit dem Lebensmittelkontakt noch tolerieren kann." [...]

 

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  www.swr.de | 21.03.20211

 

... mehr zum Thema:

  www.presseportal.de | 23.03.20211

  hamelnonline.de | 22.03.20211

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