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Datum: 05.02.2018

Studie zeigt Wirksamkeit des Schulobstprogramms NRW Universitäten Bonn und Koblenz-Landau: Teilnehmende Kinder greifen häufiger zu Obst und Gemüse

Wie sind Grundschüler dazu zu bringen, mehr Obst und Gemüse zu verzehren? Schulobstprogramme können tatsächlich beim Erreichen dieses Ziels helfen, haben Wissenschaftlerinnen der Universität Bonn und der Universität Koblenz-Landau herausgefunden. Erhalten Kinder mehrfach pro Woche kostenlos Obst und Gemüse in ihren Schulen, konsumieren sie selbst an Tagen ohne Schulobstausgabe deutlich mehr der bei Kindern oftmals weniger beliebten Lebensmittelgruppe. Die Ergebnisse werden nun im „Journal Public Health Nutrition“ vorgestellt.

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Wird in Grundschulen kostenlos Obst und Gemüse verteilt, greifen die Schüler tatsächlich zu. „Die Häufigkeit des Obst- und Gemüseverzehrs der teilnehmenden Kinder steigt signifikant an“, sagt Julia Haß, Doktorandin am Institut für Lebensmittel- und Ressourcenökonomik (ILR) der Universität Bonn. Die Studie gab darüber hinaus erste Hinweise, dass die Teilnahme am Schulobstprogramm das Ernährungsverhalten der Kinder auch langfristig positiv beeinflussen kann. „Die teilnehmenden Schüler haben auch an Tagen ohne Schulobstausgabe deutlich häufiger Obst und Gemüse verzehrt“, berichtet Prof. Dr. Monika Hartmann vom ILR.

Insgesamt befragten die beiden Wissenschaftlerinnen von der Universität Bonn über 800 Dritt- und Viertklässler an zwölf nordrhein-westfälischen Grundschulen. Die Angaben von 664 Kindern konnten schließlich in der Auswertung berücksichtigt werden, die methodisch von Prof. Dr. Tanja Lischetzke aus dem Fachbereich Psychologie der Universität Koblenz-Landau begleitet wurde. Die Schüler wurden in drei Gruppen eingeteilt: Ein Teil der Kinder bekam an drei Tagen pro Woche Schulobst und -gemüse, ein weiterer Teil an zwei Tagen und die Kontrollgruppe nahm überhaupt nicht am Schulobstprogramm teil. Vor Beginn der Studie und erneut nach einem Jahr füllten die Schüler Fragebögen zu den am Vortag verzehrten Speisen und Getränken sowie zu ihrem Ernährungswissen aus. Um die durchschnittliche Häufigkeit des Konsums von Obst und Gemüse zuverlässig messen zu können, wurde die Befragung zu jedem Messzeitpunkt zweimal wiederholt.
 


Artikel auf den Seiten der Universität Bonn | 29.01.2018

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