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Datum: 10.10.2023

Multinationale Studierendengruppe engagiert sich für Wacholderheide Reger Austausch der internationalen Studierenden mit der Wacholderwacht Osteifel in Langscheid

Zum mittlerweile 10. Mal trugen Agrarstudierende der Landwirtschaftlichen Fakultät der Universität Bonn ehrenamtlich zum Erhalt der Wacholderheiden bei. Nachdem bei den vergangenen neun Besuchen Studierende auf dem Weiselstein in Schalkenbach unterwegs waren, erkundeten in diesem Jahr rund 30 Studentinnen und Studenten aus den unterschiedlichsten Ländern, wie den Philippinen, Afghanistan, Myanmar, Nepal, USA, Bangladesch, Iran, Kamerun oder Ghana, die Wacholderheidengebiete rund um Langscheid in der Eifel.

 

Gruppenfoto aller Beteiligten

Gruppenfoto aller Beteiligten Studierende der zwei internationalen Masterstudiengänge Agrarwissenschaften und Ressourcenmanagement in den Tropen und Subtropen (ARTS) sowie Agricultural and Food Economics (AFECO) mit ihren Betreuern und kommunalen Vertretern sowie Mitarbeitenden der Wacholderwacht Osteifel. (© Foto: Ayla Kowalinski)

 

Die Tagesexkursion bildete für Studierende der zwei internationalen Masterstudiengänge Agrarwissenschaften und Ressourcenmanagement in den Tropen und Subtropen (ARTS) sowie Agricultural and Food Economics (AFECO), Studierende der UN Universität oder auch Erasmusstudierende, den Abschluss des Integrationskurses von Dozentin Susanne Hermes, welche in Begleitung ihres Stellennachfolgers und Studiengangskoordinator Dr. Jan Ellenberger, Prof. Dr. Brigitte Schmitz sowie Vegetationsökologe Dr. Kai Behn nach Langscheid gereist war.

Vor dem eigentlichen Arbeitseinsatz erfolgte eine kurze Einführung in die besondere Flora und Fauna der Wacholderheide durch die Wacholderwacht Osteifel und Erläuterungen, warum es beispielsweise so wichtig ist, das Schnittgut abzutransportieren, damit dadurch kein weiterer nährstoffreicher Humus in die Erde eingebracht und das empfindliche Ökosystem gestört wird. Für Initiator Peter Krebs von der Wacholderwacht Osteifel stand an diesem Tag nicht nur die Pflege der Wacholderheide im Vordergrund, sondern auch der friedliche und freundschaftliche Austausch der unterschiedlichsten Nationalitäten. „Hier haben wir das kleine Vereinte Nationen vor Ort in Langscheid in der Eifel“, äußerte er sich zum Abschluss begeistert.

Auch für Koordinatorin Susanne Hermes von der Uni Bonn war die Begegnung von Wissenschaft mit dem „tatsächlichen Leben“ sowie der bilaterale Austausch untereinander von besonderer Bedeutung, um Hemmschwellen abzubauen und Kontakte zu knüpfen, da die Studierenden bei dieser Exkursion zum ersten Mal persönlich aufeinandertrafen.

Zum gemeinschaftlichen Mittagessen in der Langscheider Wacholderhütte gesellten sich auch einige kommunale Vertreter hinzu, um sich über die Arbeit der Studierenden in Kooperation mit der Wacholderwacht Osteifel zu informieren. Alfred Schomisch, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Vordereifel, Mechthild Stoll, 1. Beigeordnete der Ortsgemeinde Langscheid, Ortsbürgermeister Markus Thiel aus Arft sowie auch Johannes Bell, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Brohltal ließen es sich nicht nehmen das Engagement und den Einsatz der jungen Menschen entsprechend zu würdigen.

„Ihre Anwesenheit ist ein Beweis für die Kraft der internationalen Zusammenarbeit und die gemeinsame Verantwortung, die wir für unsere Naturschätze haben. Ich hoffe, dass Sie sich mit Freude an diese ganz besondere Region in Deutschland erinnern werden. Lassen Sie uns die Gelegenheit ergreifen, voneinander zu lernen und diesen Tag zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen“, zeigte sich Bürgermeister Alfred Schomisch überzeugt. Dankbar lobten die Besucher aus Bonn zum Abschluss dieses ereignisreichen Tages insbesondere Peter Krebs für seinen unermüdlichen Einsatz und die Verbandsgemeinde Vordereifel für ihre finanzielle und organisatorische Unterstützung.

Die Wacholderwacht Osteifel setzt sich ehrenamtlich für den Erhalt dieser einzigartigen Kulturlandschaft ein, bietet Führungen an oder steht bei Ausflügen von Schulklassen oder Kindergartengruppen gerne zur Verfügung. An der Arbeit der Wacholderwacht Osteifel Interessierte, können sich gerne unter Telefon 02646 914777 mit Peter Krebs in Verbindung setzen.

Weitere Mitstreiter sind gerne jederzeit willkommen!

 


 

Text: Pressemitteilung des Touristik-Büros Voreifel | www.naturerlebnis-vordereifel.de

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