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Datum: 15.03.2019

Wenn aus Viehweiden plötzlich Wüsten werden Forschungskonsortium unter Leitung der Uni Bonn startet Projekt zu ökologischen Kipppunkten der Desertifikation

Wie kann es in Trockengebieten passieren, dass Ökosysteme unter wachsendem Nutzungsdruck plötzlich „umkippen“? Wo vorher Weidegras üppig wuchs, bleibt dann nur der blanke Boden zurück – mit drastischen Folgen für die Ernährungssicherung. Ein internationales Team aus Wissenschaftlern unter Federführung der Universität Bonn erforscht in Namibia die ökologischen und sozialen Einflussfaktoren auf solche Kipppunkte der Wüstenbildung. Nun startet das Projekt, das in den nächsten drei Jahren vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit mehr als drei Millionen Euro gefördert wird.

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NamTip – so lautet der Name des nun bewilligten, deutsch-namibischen Forschungsprojektes zu ökologischen Kipppunkten in Namibias Weideländern. Seit einigen Jahren rücken Kipppunkte (oder „Tipping Points“) in Ökosystemen immer mehr in den Fokus von Wissenschaftlern und Umweltmanagern. Veränderte Umweltbedingungen können in Kombination mit wachsendem Nutzungsdruck dazu führen, dass Ökosysteme plötzlich kollabieren oder „umkippen“.

Aufgrund der engen Verzahnung von Natur und Gesellschaft sind diese Tipping Points noch nicht gut verstanden – oft kommen sie als unangenehme Überraschungen. „Sie können jedoch schwerwiegende ökologische und sozio-ökonomische Auswirkungen haben, die schlimmstenfalls unumkehrbar sind“, sagt Projektleiterin Dr. Anja Linstädter vom Institut für Nutzpflanzenwissenschaften und Ressourcenschutz der Universität Bonn ...

 

... weiterlesen:

  www.uni-bonn.de | 15.03.2019

 

... mehr zum Thema:

   www.kooperation-international.de | 18.03.2019

   www.european-news-agency.de | 16.03.2019

   idw-online.de | 15.03.2019

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