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Datum: 23.08.2018

Forscher züchten trockentolerante Braugerste Wissenschaftler der Universität Bonn möchten die Pflanze nun in Feldversuchen testen

Wissenschaftler der Universitäten Bonn und Halle haben eine Gerstenlinie entwickelt, die Dürreperioden sehr viel besser übersteht. In aufwändigen Experimenten kreuzten sie dazu Braugerste mit einer wilden Gerstenart aus Israel. Diese wächst dort in trockenen Halbwüstengebieten. Die Studie erscheint in der Zeitschrift „Plant Physiology“, ist aber bereits online abrufbar.

 Privatdozent Dr. Ali Ahmad Naz

Kulturgerste ist auf hohe Erträge getrimmt. Mit längeren Trockenphasen kommt sie aber nur schlecht zurecht – eine Tatsache, die viele Landwirte nach dem extrem wasserarmen Sommer in ihrem Portemonnaie spüren werden. Die wilde Gerstenart ISR42-8 ist dagegen Wassermangel gewohnt: Sie stammt aus Israel und wächst dort in trockenen Halbwüsten-Gebieten. Grund für die Dürretoleranz ist ihre Fähigkeit, bei Bedarf große Mengen der Aminosäure Prolin zu produzieren. Diese ist gewissermaßen dazu in der Lage, Wasser in der Zelle „festzuhalten“. Außerdem schützt sie wichtige Enzyme und andere Proteine vor schädlichen Sauerstoffradikalen.

Auch die in Deutschland angebaute Kulturgerste produziert Prolin – die Aminosäure ist so wichtig, dass es ohne sie nicht geht. „Während ISR42-8 aber bei Trockenstress Prolin anreichert, ist Kulturgerste dazu nicht in der Lage“, betont Dr. Ali Ahmad Naz, Privatdozent am Institut für Nutzpflanzenwissenschaften und Ressourcenschutz (INRES) der Universität Bonn ...

 

... mehr zum Thema:

  www.uni-bonn.de | 23.08.2018

  www.myscience.de | 23.08.2018

  www.agrarzeitung.de | 24.08.2018

  www.topagrar.com | 29.08.2018

  www.pflanzenforschung.de | 03.09.2018

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