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Informationen zum Studium

Studienaufbau

Ein Orientierungsmodul, vier Vertiefungsbereiche und die Masterarbeit bilden den Kern des Studiums. Die aus unterschiedlichen Fachrichtungen kommenden Studierenden werden zunächst im Orientierungsmodul mit aktuellen Fragestellungen und Arbeitsweisen von Landschaftsökologie und Naturschutz vertraut gemacht. Vier „Säulen“ vertiefen dann die Kompetenzen in den Bereichen Natur und Gesellschaft (A), biogeochemische Stoffkreisläufe (B), Biodiversität (C) sowie Ökosystemanalyse und -modellierung (D). A bietet den gesellschaftlichen Kontext und die planerischen und rechtlichen Instrumente, B vertieft das Verstehen von Stoffkreisläufen, C bietet die Grundlagen für den Umgang mit Biodiversität und D vermittelt den Umgang mit neuen Werkzeugen der Modellierung, des Monitorings und der Landschaftsbewertung.

  • Natur und Gesellschaft (A): Diese Säule behandelt den gesellschaftlichen Kontext und die planerischen Optionen des Naturschutzes vor dem Hintergrund der Umwelt- und Landschaftsgeschichte. Die gesellschaftspolitischen Anforderungen und normativen Ziele, Handlungsoptionen und -strategien sowie die Planungsinstrumente für die Entwicklung von Landschaften stehen dabei im Vordergrund und münden in Konzepte und Strategien für einen modernen Naturschutz. Als standardisierte Instrumente des Naturschutzes spielen Umweltprüfungen, Landschaftsplanungen und das Management der Landschaft eine zentrale Rolle. Diese Instrumente sind die Grundlagen für politische Abwägungsentscheidungen zur Raumnutzung.
  • Biogeochemische Stoffkreisläufe (B): Moderne Naturschutzforschung umfasst auch ökosystemare Prozessforschung. Eine Bewertung von Ökosystemfunktionen gründet auf dem Verständnis biogeochemischer Stoffkreisläufe von Landschaften. Daher werden hier v.a. Steuergrößen und Mechanismen der wichtigsten Stoffflüsse in Ökosystemen analysiert und diskutiert. Schwerpunkte liegen auf dem Verständnis von Nährstoffkreisläufen im Boden, auf stofflichen und energetischen Austauschprozessen zwischen Boden, Organismen und Atmosphäre sowie auf der wissenschaftlichen Erarbeitung von Risikoabschätzung und Managementstrategien.
  • Biodiversität (C): Das Verständnis der organismischen Diversität und funktionalen Vielfalt ist ein Kernelement naturschutzfachlicher Kompetenz. Der besondere Stellenwert, der dabei funktionalen Aspekten zukommt, bietet vielfältige Verknüpfungen zu den anderen Vertiefungsbereichen. Bewährte und neue, quantitative Methoden zur Erfassung und Auswertung vegetations- und tierökologischer Information werden dafür verwendet, Veränderungen in Diversität und ökologischen Funktionen zu erkennen und zu verstehen. Dies dient als Grundlage für die begründete Wahl von Managementstrategien und als Ausgangspunkt für eine indikatorgestützte Analyse von Landschaften.
  • Ökosystemanalyse und -modellierung (D): Diese Säule vermittelt den Umgang mit neuen Werkzeugen der Modellierung, des Monitoring und der Landschaftsbewertung. Das Verständnis von Ökosystemen bedarf einer konzeptionellen und methodischen Basis. Hierzu dient u.a. die Ökosystemmodellierung. Für ein Landschaftsmanagement muss das Prozessverständnis zudem in Handlungsempfehlungen münden. Zur Erfassung und Charakterisierung der historischen und aktuellen Dynamik biogeochemischer Stoffflüsse und Lebensgemeinschaften sowie möglicher Auswirkung von Managementmaßnahmen haben sich Verfahren der Landschaftsanalyse und Landschaftsbewertung, des Umweltmonitoring sowie der Verwendung von Umweltinformationssystemen etabliert. Diese analytischen Instrumente werden in der planerischen Praxis eingesetzt.

Idealtypischer Studienverlaufsplan (Studienbeginn vor WS 2020/2021)

Studienverlaufsplan M.Sc. Naturschutz und Landschaftsökologie

Modulangebot

Zugangsvoraussetzungen

Der Masterstudiengang Naturschutz und Landschaftsökologie richtet sich an Bewerber die einen ersten berufsqualifizierenden Abschluss (z.B. Bachelor) in den Fächern Agrarwissenschaften, Geographie, Geoökologie, Landschaftsökologie, Umweltwissenschaften oder in einem verwandten Fach haben.
Die Einstufung als verwandtes Fach erfolgt anhand Ihrer Bewerberunterlagen durch eine Auswahlkommission. Vorherige Anfragen zur Verwandtschaft können daher nicht beantwortet werden.
Kapazitätsbezogene Zulassungsbeschränkungen (Numerus clausus) bleiben unberührt. Es gibt einen Orts-NC für diesen Studiengang.

Stundenplan

Alle Lehrveranstaltungen (Räume, Dozenten, Uhrzeiten) finden Sie im elektronisches Vorlesungsverzeichnis (basis) angekündigt. Bitte beachten Sie, dass die Angaben dort regelmäßig aktualisiert werden.
Als Studierende können Sie sich dort Ihren individuellen Stundenplan erstellen und sich für Veranstaltungen und Prüfungen anmelden (Leitfäden dazu finden Sie im eCampus-Informationskurs).

Prüfungsangelegenheiten

Alle Angelegenheiten zu den Prüfungen finden Sie auf der Seite des Prüfungsbüros.

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